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Synagoge Grabow

Region: Ludwigslust-Parchim
Adresse: Grabow, Ecke Schulstraße/Wasserstraße
Erhaltung: abgerissen

Geschichte der Synagoge

Aus der Zeit der jüdischen Besiedlung Mecklenburgs liegen keinerlei Hinweise auf eine hier existierende jüdische Gemeinde vor, womit auch keine Aussagen auf das Bestehen einer Synagoge getroffen werden können.

Von der in der Zeit nach der jüdischen Wiederansiedlung hier bestehenden Synagoge sind nur wenige Fakten überliefert. So liegt bereits die Anschaffung des später in der Schulstraße, Ecke Wasserstraße beheimateten Synagogengebäudes im Dunkeln. Dieses dürfte erst im 19. Jahrhundert in das Eigentum der Gemeinde gekommen sein, als die jüdische Gemeinde groß genug war, um diesen Kauf zu tätigen. Sicherlich dürfte hier zuvor für den Gottesdienst zunächst eine private Wohnung als Betraum genutzt worden sein.

Schon weit vor den 1930er Jahren war die Grabower Synagoge nicht mehr in Gebrauch. Die verbliebene Juden gingen zum Gottesdienst nach Schwerin. Am 25. Mai 1932 verkaufte die wohl nur noch auf dem Papier existente jüdische Gemeinde das Gebäude an Karl Giern. Unklar ist, ob das Gebäude zur „Reichskristallnacht“ zum Ziel von Verwüstungen wurde. 1975 wurde es schließlich wegen Baufälligkeit abgerissen.

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(Gramenz, Jürgen / Ulmer, Sylvia - 30.04.2016)
Quellen: