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Schwaan

Zur jüdischen Geschichte von Schwaan


Für die Stadt Schwaan liegen derzeit keinerlei Hinweise auf eine jüdische Bevölkerung während der ersten Phase der jüdischen Besiedlung Mecklenburgs vor. Nach der Wiederansiedlung der Juden in Mecklenburg fanden auch hier gegen Mitte des 18. Jahrhunderts landesherrlich privilegierte Schutzjuden ein Zuhause.

Schutzjude Moses Abraham

Einer landesweiten Steuerliste vom 1. Oktober 1760 zufolge, die den gesamten Zeitraum von 1749 bis 1760 abdeckt, war der erste Schwaaner Schutzjude ein Mann namens Moses Abraham, der am 5. Juli 1749 seinen Schutzbrief für Schwaan erhalten und dafür jährlich ein sogenanntes Recognitionsgeld von zwölf Reichstalern zu zahlen hatte. Dank Überlieferungen der späteren Familie Josephy, seiner späteren Nachkommen, kann im Gegensatz zu vielen anderen Schutzjuden seine Herkunft noch weiter zurück verfolgt werden. Danach müssen sich seine Ahnen schon spätestens 1714 in Prebberede, einem Gut des Grafen von Bassewitz in der Nähe der Stadt Laage, niedergelassen haben. Sein Ahn Abraham Levy betrieb dort eine Käserei. Da die männlichen Nachkommen von jüdischen Familienoberhäuptern mit ihrer Volljährigkeit sich um einen eigenen Schutzbrief bemühen mussten und diesen zumeist nicht für ihren Ursprungsort erhielten, kam Moses Abraham mit herzoglichem Privileg nach Schwaan. Hier wurde er laut dem Orientalisten Oluf Gerhard Tychsen auch Moses Hackbart genannt.

Moses Abraham blieb zunächst für acht Jahre wohl der einzige Schutzjude in Schwaan. Ab 1757 durften sich dann aber weitere Schutzjuden in Schwaan niederlassen, so ein Jeremias Moses „aus dem Reich“ und Salomon Hirsch aus Frankfurt an der Oder jeweils mit Privileg vom 1. Juli 1757, Marx Levin aus Polen mit Privileg vom 10. August 1757, Levin Abraham mit Privileg vom 18. November 1758 und David Davied oder Dovid David mit seinem Privileg vom 16. Juni 1760. Bis auf Marx Levin und Levin Abraham hatten die neuen Schutzjuden ein Schutzgeld von üblichen zwölf Reichstalern zu zahlen. Die beiden anderen führten jährlich jedoch 24 Reichstaler ab und, wie in der Liste ausdrücklich betont, ohne Handlung zu treiben. Wie sie diese durchaus stattliche Summe aufbrachten, ist nicht bekannt.

Schutzjude David David

Ausgerechnet der letzte der Schutzjuden, David David, ist später zahlreich aktenkundig geworden, was sein weiteres Schicksal heute zum Teil rekonstruierbar macht. David David, den die Schwaaner Juden auch Johann Karsten oder Gust Müller zu nennen pflegten, hatte 1760 kein eigenes Privileg erhalten, sondern hatte sich zuvor schon fast zehn Jahre in Schwaan aufgehalten und hatte nach Antrag vom Februar 1760 das Privileg des mittlerweile verstorbenen Moses Abraham übernommen, da er dessen danach verwaiste Tochter Beile oder Baila heiratete. Das Glück war dieser Familie leider nicht sehr hold. Als im Jahr 1765 vor Himmelfahrt ein Brand fast die ganze Stadt Schwaan in Asche gelegt und mit wenigen Ausnahmen nur einige Häuser außerhalb der Stadttore verschont hatte, war insbesondere seine Familie davon betroffen. Der Herzog erteilte deshalb seiner und einer weiteren ruinierten jüdischen Familien aus Schwaan ein einjähriges Niederlassungsrecht für Sternberg. Nach Tychsen handelte es sich bei der anderen Familien um einen 1719 ursprünglich in Flatow geborenen Chajim oder Jochim Jacob, auch Jochim Josias genannt, mit seiner Frau Hendel, der der Schwager von David David war. Diese Schwaaner Familien gelten heute als erste mehr oder weniger dauerhaft in Sternberg ansässige Juden. Beide Familien waren jedoch zu arm, um in Sternberg ihren Handel aufrecht zu erhalten und zogen deshalb bereits nach etwa zwei Jahren wieder nach Schwaan zurück. Als Grund für ihre Rückkehr vermittelten sie ihren Mitbrüdern in Schwaan jedoch, „dass der Fluch auf Sternberg im Betreff der Juden noch ruhe”.

Nach der Rückkehr beantragte David David beim Herzog am 21. Mai 1770 eine Schutzgeldminderung, da er die Gesundheit und durch den Brand Hab und Gut verloren habe, mit zahlreichen Kindern gesegnet sei und die Geld kosten würde. Die Antwort kann ihm kaum gefallen haben, denn der Herzog bestand auf die Zahlung und legte ihm nahe, andernfalls den Schutzbrief zurück zu geben und das Land zu verlassen. David schlug sich wohl weiter in Schwaan durch, denn am 20. Juli 1780 bat er beim Herzog um Gestattung der Haltung beweibter Knechte. Seine finanziellen Schwierigkeiten löste es offensichtlich nicht, denn am 2. September 1786 erhielt er eine Aufforderung zur Rückgabe des Privilegs wegen Abwesenheit und nicht gezahlter Steuern. Seine Frau Beila David erklärt am 13. September 1786, das ihr Mann seit fast einem Jahr in Schweden bei den Söhnen weile und sie das Privileg nicht finden könne, um es zurück zu geben. Die familiäre Zwangslage führte dazu, dass am 30. November 1786 der Magistrat in Güstrow bat, das Privileg für David David zu bestätigen und seiner Ehefrau zu gestatten, weiter an seiner Stelle Handel zu betreiben und die Steuer an seiner Stelle zu entrichten. Am 14. Dezember 1786 erhielt die Ehefrau die Schutz- und Handlungsprivilegien ihres Mannes einschließlich des Rechts, unbeweibte Knechte halten zu dürfen, allerdings mit ausdrücklicher Beschränkung auf den Hausierhandel. Gleichzeitig wurde der Ehefrau und den Kindern das Wohnrecht in der Stadt zugesichert. So recht scheint es ihr jedoch nicht geholfen zu haben. Beila David bat am 7. Januar 1787 nochmals um Erlass der Kosten für den Schutzbrief, da ihr Mann beschlossen hatte, sechs Jahre in Schweden bei den Söhnen zu bleiben und er kein Geld schicke und sie auch nichts verdiene. Das weitere Schicksal dieser Familie ist nicht überliefert.

Nach 1760 müssen sich in der Zwischenzeit weitere Schutzjuden in Schwaan angesiedelt haben, wie sich der durch Tychsen überlieferten Teilnehmerliste des Judenlandtages in Crivitz im Jahre 1767 entnehmen lässt. Neben den schon bekannten Schutzjuden wie Salomon Hirsch, hier Salman oder Salman Hirsch genannt, Jeremias Moses, hier Jirmjeh genannt, Marx Levin, hier Mordche Segal oder Marcus Levi genannt, und Dovid David mit Jochim Jacob, hier Chajim oder Jochim Josias genannt, tauchen dort auch bisher unbekannte Namen auf: ein Sanvil oder Samel, der einer der vornehmsten Judenfamilie Hahn in Hamburg entstammen sollte, sowie ein Ruben Moses, Schwager Marx Levin, der wohl der erste Schulmeister in Schwaan gewesen sein dürfte und 1761 mit dem Handel begann. Er verließ nach Betrügereien, die er an Leuten in Schwaan und Umgebung beging, 1766 seine Frau und seine sechs Kinder. Tychsen erwähnt an anderer Stelle einen Schwaanschen Schulmeister namens Baruch Kolwasser, bei dem es sich wohl nur um Ruben Moses gehandelt haben dürfte, ebenso wie bei dem von Tychsen für das Jahr 1767 erwähnten Rabbi Ruben. Alles in allem dürften sich damit um 1767 sechs bis sieben Schutzjuden mit ihren Familien in Schwaan aufgehalten haben. Die Zahl erhöhte sich bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts weiter, denn unter anderem für das Jahr 1783 ist ein weiterer Schutzbrief für einen Levin Samuel überliefert.

Die bloße Anzahl der jüdischen Familien muss schon recht früh zur Notwendigkeit eines Begräbnisplatzes geführt haben, wobei das genaue Datum der Errichtung des jüdischen Friedhofs von Schwaan derzeit nicht geklärt ist und lediglich auf einen Zeitraum von 1750 bis 1770 eingeschränkt werden kann. Ebenso ist das Datum der Errichtung der Schwaaner Synagoge unbekannt, dürfte aber aufgrund der finanziellen Belastung eines solchen Vorhabens und der recht beschränkten Mittel der Schwaaner Gemeinde wohl frühestens im 19. Jahrhundert zu erwarten sein.

Bei der im Rahmen des Emanzipationsedikts vom 22. Februar 1813 geforderten Annahme erblicher Familiennamen bei den Mecklenburger Juden wurden aus Schwaan am 1. Mai 1813 insgesamt acht Namen nach Schwerin übermittelt, von denen sechs jeweils unterschiedlich waren: Bisis, Friedländer (später durch Verfügung des Ministeriums vom 04.Oktober 1864 in Marcus geändert), Josephson (später Josephi oder Josephy), Oppenheimer, Wulff und Würzburg. In den Jahren 1824/25 lebten laut einer Schutzjudenliste Levin Abraham Bissis, Aaron David Oppenheimer, Marcus Simon Friedländer, David Isaac Würtzburg, Meyer Samuel Zürndorffer, Heimann Josephy, Isaac Ahrenfeld, Levi Josephy und Moses Josephy mit ihren Familien in Schwaan.

Wie viele andere jüdische Gemeinden in dieser Zeit erhielt auch Schwaan am 1. Juni 1847 eine Israelitische Gemeindeordnung. Für dieses Jahr ist als Patron der Gemeinde ein Mann namens Ahrens überliefert, Gemeindevorsteher war David Isaac Würzburg, zu den Gemeindemitgliedern zählten unter anderem: Isaac Ahronfeld, Jacob Joseph Kaminsky, der Goldarbeiter Baruch Cohen, Levy Abraham Bissis, Heimann Josephy, Joseph Marcus Friedländer, seine Exfrau Burgheim und Isaac Oppenheim.

Nicht wenige jüdische Familien konnten sich in Schwaan eine solide Lebensgrundlage schaffen und waren dabei zum Teil sehr erfolgreich, so der Getreidehändler Josephy, die Kaufleute Marcus, Bissis und Würzburg.

Ihren zahlenmäßigen Höhepunkt hatte die Schwaaner Gemeinde um 1830 mit über 75 Mitgliedern. Die Zahlen fielen danach bis etwa 1850 auf unter 60, stiegen danach nochmals bis 1875 auf etwa 70 Mitglieder, um danach wegen des Erlasses des Freizügigkeitsgesetzes, der damit verbundenen Öffnung Rostocks für Juden und der wirtschaftlich größeren Attraktivität dieser nahen und größeren Stadt rapide zu fallen.

Doch nicht nur die Abwanderung in die deutschen Großstädte ließ die Zahlen sinken, sondern auch ins Ausland emigrierende Einwohner. Für Schwaan ist der Fall des Albert Salomom Friedländer Marcus überliefert, der nach 1847 nach Tientsin in China auswanderte, dort vermutlich seine englische Frau heiratete und 1912 verstarb. Auch sein Sohn Albert war dort 1910 zur Welt gekommen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten nur noch etwa 20 jüdische Einwohner in Schwaan, nach 1910 dann nur noch vier. Der Schwaaner Magistrat hatte im Jahr 1912 einen Bericht gefertigt, demzufolge es offiziell nur noch vier Einwohner jüdischen Glaubens gab, von denen aber einer am 15. Februar 1912 nach Röbel gezogen war, einer bereits 90 Jahre alt und der Dritte geistig behindert sei.

Der Wegfall der Gemeindebeiträge der Weggezogenen konnte nicht spurlos an der finanziellen Tragfähigkeit der Gemeinde vorbei gehen. Am 20. Januar 1912 erfolgte ein öffentlicher Aufruf zur Versteigerung der Synagoge, zum Verkauf kam es zunächst nicht. Nur ein Jahr später, am 14. Juni 1913, begannen dann die Verhandlungen zur Auflösung der jüdischen Gemeinde von Schwaan. Neben dem Synagogen- und Friedhofsgrundstück befanden sich zu diesem Zeitpunkt nur noch zwei Thorarollen, ein Yad, die silberne Hand zum Lesen von Gebetsbüchern, diverse Gebetsbücher, ein Bild Mose, eine Leichendecke sowie ein Sparkassenbuch mit rund fünf Mark im Eigentum der Gemeinde. Akten und Siegel waren bereits nicht mehr vorhanden. Am 25. Juni 1914 erhielt der Schneidermeister Kessler den Zuschlag zum Kauf der Synagoge. Am 29. Dezember 1914 wurde die Großherzogliche Genehmigung erteilt, die Gemeinde aufzulösen, den Friedhof an die Stadt Schwaan zu verkaufen und die Personenstandsregister an das Geheime Hauptarchiv abzugeben. Am 7. Januar 1915 legte Landesrabbiner Dr. Siegfried Silberstein fest, dass die Kultusgegenstände an die Gemeinde Rostock übergeben werden sollen, da sich die jüdische Gemeinde Schwaan dorthin auch anschließe. Willi Marcus als Gemeindevorsteher und der Patron Ratsherr Müller beschlossen dann die Auflösung, die Großherzog Friedrich Franz am 12. März 1915 bestätigte.

Der Nationalsozialismus

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten begann auch in Schwaan die Verfolgung der wenigen jüdischen Einwohner. Wie ein Schreiben des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens belegt, wurde hier eine außerordentlich aktive antisemitische Propaganda betrieben. In allen öffentlichen Versammlungen wurde von den Leitern der nationalsozialistischen Organisationen immer wieder betont, nicht beim Juden zu kaufen. Dies führte in Schwaan immer wieder zu Schmierereien an Schaufenstern und Hauswänden.

Insbesondere dem beliebten Schwaaner Arzt Dr. med. Paul Marcus wurden Schwierigkeiten bereitet, vermutlich initiiert durch einen anderen, zunächst in Schwaan niedergelassenen nicht-jüdischen Arzt, der später Kreisarzt und Leiter des Gesundheitsamtes in Hagenow wurde und dadurch auch die nötigen Druckmittel hatte. Sogar seine nicht-jüdische Sprechstundenhilfe scheint einen Beitrag zu diesen Repressalien geleistet zu haben. Dies führte schließlich dazu, dass sich Marcus im Sommer 1936 vergiftete. Seine Bekanntheit führte jedoch immerhin dazu, dass entgegen der politischen Stimmung sich zahlreiche Schwaaner dem Trauerzug anschlossen.

Wie üblich wurde auch den jüdischen Kaufleuten das Leben schwer gemacht. So wurden 1937 unter anderem die Schaufenster des Zigarrenladens Konau mehrfach zerschlagen.

Nach der „Reichskristallnacht“ wurden am 11. November 1938 in Schwaan vier Männer in sogenannte „Schutzhaft“ genommen und im Gefängnis Alt-Strelitz inhaftiert: Hermann Konau, Willi Marcus, Paul Levy und Hermann Meier. Nach ihrer Entlassung suchten die meisten Familien ihr Glück in der Flucht. So emigrierte die Familie Levy 1940. Nicht allen gelang es. Am 10. Juli 1942 wurden Willi, Paula und Alice Marcus nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Seit 2014 erinnert am Pferdemarkt ein Stolperstein an das Schicksal des jüdischen Arztes Dr. med. Paul Marcus.

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(Gramenz, Jürgen / Ulmer, Sylvia - 15.03.2017)
Quellen:

  • http://www.svz.de/lokales/buetzower-zeitung/nazis-treiben-arzt-in-den-freitod-id4002421.html
  • http://www.svz.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/kultur/eine-typisch-deutsch-juedische-familie-id4216506.html
  • Arlt, Klaus / Beyer, Constantin / Ehlers, Ingrid / Etzold, Alfred / Fahning, Kerstin Antje: Zeugnisse jüdischer Kultur. Erinnerungsstätten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen, Wichern-Verlag, Berlin 1992
  • Borchert, Jürgen / Klose, Detlef: Was blieb... Jüdische Spuren in Mecklenburg, Haude & Spenersche Verlagsbuchhandlung GmbH, Berlin 1994
  • Borchert, Jürgen: Des Zettelkastens andrer Teil: Fundstücke und Lesefrüchte, Hinstorff Verlag, Rostock 1988
  • Brocke, Michael / Ruthenberg, Eckehart / Schulenburg, Kai Uwe: Stein und Name. Die jüdischen Friedhöfe in Ostdeutschland (Neue Bundesländer/DDR und Berlin), Institut Kirche und Judentum, Berlin 1994
  • Francke, Norbert / Krieger, Bärbel: Die Familiennamen der Juden in Mecklenburg: Mehr als 2000 jüdische Familien aus 53 Orten der Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz im 18. und 19. Jahrhundert. Schriften des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur in Mecklenburg und Vorpommern e. V., Verein für jüdische Geschichte und Kultur in Mecklenburg und Vorpommern e.V., Schwerin 2001
  • Francke, Norbert / Krieger, Bärbel: Schutzjuden in Mecklenburg: ihre rechtliche Stellung, ihr Gewerbe, wer sie waren und wo sie lebten. Schriften des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur in Mecklenburg und Vorpommern e. V., Verein für jüdische Geschichte und Kultur in Mecklenburg und Vorpommern e.V., Schwerin 2002
  • Gedenktafel am jüdischen Friedhof Schwaan
  • Gramenz, Jürgen / Ulmer, Sylvia: Die jüdische Geschichte der Stadt Sternberg (Mecklenburg), Verlag tredition, Hamburg 2015
  • Gruner, Wolf et al.: Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1937, Band 1: Deutsches Reich 1933-1937, R. Oldenbourg Verlag, München 2008, Dokument Nr. 157 (Der Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens berichtet am 22. März 1935 über antijüdische Vorfälle in mecklenburgischen Gemeinden), S. 420 o. A.: Historie der Freiwilligen Feuerwehr Schwaan vom 5. Mai 2013, basierend auf Überlierungen von A. Reinicke und der Festzeitschrift der Freiwilligen Feuerwehr Schwaan, Schwaan 1994
  • Kasten, Bernd: Verfolgung und Deportation der Juden in Mecklenburg 1938-1945, Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern, Thomas Helms Verlag, Schwerin 2008
  • Landeshauptarchiv Schwerin: Rep. 2.12-4/5, Nr. 241, 541, 632, 665 (Judenangelegenheiten); Rep. 5.12-7/1, Nr. 9018; Rep. 5.12-7/12, Nr. 65 (Regierungskonsens beim Israel. Oberrat); Rep. 10.72-3/1, Nr. 253 (Jüdische Gemeinden)
  • Leo Baeck Institute New York: AR 7019 / MF 551, Rudolf Jakob Simonis Collection, 1749-1965, Box 2, „Tychsens origineller Bericht über die mecklenburgischen Juden von 1769”
  • Tychsen, Oluf Gerhard: Bützowische Nebenstunden, verschiedenen zur Morgenländischen Gelehrsamkeit gehörigen mehrentheils ungedruckten Sachen gewidmet, Theil 1-6, Müller, Bützow und Rostock 1766-1769

Jüdische Bevölkerungsentwicklung in Schwaan


Jüdische Bevölkerungsentwicklung in Schwaan

Familien mit Bezug zu Schwaan


Aaron, Abraham, Adler, Ahrenfeld/Ahrenfeldt/Ahronfeldt, Ahrens, Ahronson, Baumgarten, Bisses, Bissis, Bragenheim, Burgheim, Caminsky/Kaminsky, Cohen, Cohn, David, Davison, Dorn, Emanuel, Ephraim, Feldtmann, Friedländer, Gradewitz, Hagemann, Heine, Herzfeld, Heymann, Hirsch, Isaac, Isaack, Jacob, Jacobson, Jacoby, Jaffe, Jochim, Joseph, Josephi/Josephy, Josephson, Konau, Lehmann, Levi, Levy, Liebenthal, Liebreich, Löwenthal, Löwi, Maass, Marcus, Mayer, Meier, Mendel, Meyer, Michael, Moses, Nathan, Neugast, Oppenheimer, Philipp, Philippson, Popat, Rosenthal, Saalfeld, Salomon, Samuel, Seeligmann, Simon, Soldin, Stern, Sussmann, Tobias, Traugott, Weil, Wolff, Wolffenstein, Wulff, Würzburg, Zirndorffer/Zürndorffer

Persönlichkeiten


  • Rostocker Richter Dr. jur. Franz Josephy
  • Lehrer und Schriftsteller Carl Josephy
  • Rostocker Rechtsanwalt und Notar Dr. jur. Richard Josephy

Bekannte Holocaust-Opfer (12)


  • Lilly Isaak geb. Josephy
  • Dr. Edith Josephy
  • Rostocker Richter Dr. jur. Franz Josephy
  • Gustav Josephy
  • Bertha Josephy geb. Marcus
  • Else Löser geb. Levy
  • Paula Marcus geb. Levy
  • Alice Marcus
  • Willy Marcus
  • Dr. med. Paul Marcus
  • Antonia Rebenklau geb. Bissis, verw. Kraft
  • Anna Wolffenstein geb. Würzburg

Stolpersteine: 1


  • Pferdemarkt 7
    • Dr. med. Paul Marcus

Veröffentlichungen zu den Juden von Schwaan


Publikationen


  • Mercantilisches Addreßbuch der Großherzogthümer Meckl.-Schwerin u. -Strelitz, worin: die Addressen der Magistratspersonen der Städte, der weltlich obrigkeitlichen Beamten der Flecken, der Accise- und Postbeamten, fremden Consuls, Advocaten, Apotheker, Kaufleute, Fabrikanten, Manufacteurs, Buchhändler, Gasthofinhaber und anderer dazu qualificirende Handels- oder industrielle Geschäfte treibende Leute in den Großherzopthümern, wie auch: bei jedem entsprechenden Orte Angabe seiner Wolkszahl, Meilenzeiger, Notizen über Schiffs-, Fuhrgelegenheiten etc.
  • Adreßbücher über und für den Gewerbe- und Handelsstand der Großherzogthümer Mecklenburg-Schwerin und Strelitz
  • Arlt, Klaus / Beyer, Constantin / Ehlers, Ingrid / Etzold, Alfred / Fahning, Kerstin Antje: Zeugnisse jüdischer Kultur. Erinnerungsstätten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen
  • Borchert, Jürgen / Klose, Detlef: Was blieb... Jüdische Spuren in Mecklenburg
  • Kasten, Bernd: Verfolgung und Deportation der Juden in Mecklenburg 1938-1945
  • Schröder, Frank / Katschke, Steffi: Die Familie Josephy: Lebenswege einer deutsch-jüdischen Familie aus Schwaan. 1714-2012.
  • Stellmann, Jan-Patrick: Leben und Arbeit des Neuropathologen Hermann Josephy (1887-19160)
  • Voß, Gerhard: Jüdische Friedhöfe in Mecklenburg – eine Bestandsaufnahme
    In: Studienhefte zur Mecklenburgischen Kirchengeschichte, Heft 1 (1993), S. 5-15

Dokumente mit Bezug zu den Juden von Schwaan


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Beschreibung Zeitpunkt/Zeitraum Typ
Auszug aller privilegirten Juden und was selbige Laut der, mittelst Herzoglich Verordnung vom 20. Septbr. 1760 Communicirten Specification An Schutz-Geld Zur Herzoglich. Renterey von Anno 1749 bis zum Termino Trinitatis 1760 bezahlet haben, und darauf nach infinuation gedachter Specification, nemlich den 1ten Octobr. 1760 Restiren. 1749-1760 Transkript
General-Verzeichniß der in den Städten des Großherzogthums Mecklenburg Schwerin privilegirten sämmtlichen Schutz-Juden 3. Januar 1825 Transkript