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Ribnitz-Damgarten

Zur jüdischen Geschichte von Ribnitz-Damgarten


Der heutige Gemeindeverbund Ribnitz-Damgarten ist erst 1950 durch Zusammenschluss der Städte Ribnitz und Damgarten entstanden. Das westlich gelegene Ribnitz gehörte davor Mecklenburg bzw. dem Herzog- und Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin an, das östliche Damgarten war hingegen Teil des Herzogtums Pommern und Schwedisch-Pommerns, später des Königreichs Preußen. Insofern verlief die jüdische Geschichte beider Ortsteile Jahrhunderte lang unter verschiedenen rechtlichen Voraussetzungen und unterschied sich dadurch erheblich.

Ribnitz

In Ribnitz gab es im Verhältnis zu Damgarten wesentlich mehr jüdische Einwohner. Es scheint so, als ob es bereits in der Zeit nach der jüdischen Erstbesiedlung Mecklenburgs jüdische Enwohner in Ribnitz gegeben haben könnte. So sollen laut dem Deutschem Städtebuch von 1939/40 bereits 1459 in der „batstover strate“ in Ribnitz Juden gelebt haben. Derzeit liegen jedoch keine konkreten Nachweise dafür vor. Insoweit diese Aussage zuträfe, wäre aber auch hier die jüdische Ortsgeschichte mit der Ausweisung aller Juden aus Mecklenburg nach dem Sternberger Hostienfrevelprozess im Jahr 1492 beendet gewesen.

Nach ihrer Neuansiedlung in Mecklenburg ließen sich auch in Ribnitz Juden nieder, wann genau ist jedoch derzeit nicht sicher belegbar. Nach Ausführungen des Rostocker Orientalisten und Gelehrten Oluf Gerhard Tychsen in seinen „Bützowischen Nebenstunden“ soll es in Ribnitz schon 1742 erste Schutzjuden, namentlich ein David Mayer, ein Jacob Wolff und ein Lehmann Wolff, gegeben haben. Soweit sie tatsächlich existiert haben, müssen sie die Stadt bis Mitte des 18. Jahrhunderts verlassen haben, denn in späteren Schutzjudenlisten sind diese nirgends aufgeführt. Auch der Ribnitzer Chronist Dr. Carl August Tott nahm in seiner 1853 erschienenen Chronik eine Wiederansiedlung der Juden in Ribnitz für das Jahr 1742 an, bezog seine Information dabei aber sehr wahrscheinlich auch nur von Tychsen.

Der erste verlässliche Nachweis für Ribnitzer Schutzjuden liefert eine Schutzgeldliste aus dem Jahr 1760, die die Jahre von 1749 bis 1760 abdeckt. Danach scheint der erste Schutzjude ein Tuchdrucker Isaack Levin aus Bützow gewesen zu sein, der nach Tychsen Itzig oder Isac Levien hieß und dort Itzick Ribnitz genannt wurde, weil er vor dem Ribnitzer Stadtbrand dort gelebt hatte. Ihm folgten Behrend Hirsch und Salomon Isaack, die beide ihre Konzession am 14. August 1753 erhielten. Letzerer stammte ursprünglich aus Neukalen. Am 17. März 1757 erhielt dann ein Aaron David seinen Schutzbrief für Ribnitz. Letzter Ankömmling nach dieser Liste war dann ein Salomon David, der aus Malchin stammte.

Bereits im Januar 1755 wurde der kleinen jüdischen Gemeinschaft von Ribnitz auf Antrag der Schutzjuden Behrend Hirsch, Salomon Isaack und Isaack Levin für 20 Reichstaler ein Friedhofsgrundstück von 50 Fuß im Quadrat auf dem niedergefallenen Wall zugewiesen, auf dem die Ribnitzer Juden fortan bis 1885 ihre Toten bestatteten. Danach sollten die Beerdigungen auf einem Teil des neuen städtischen Friedhofs am Schleusenberg erfolgen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Mecklenburger Orten liegen für Ribnitz noch zahlreiche Nachweise für die Ribnitzer Juden in der frühen Phase der jüdischen Besiedlung der Stadt vor. So liegt ein Hebammenbuch hervor, das den Zeitraum von 1756 bis 1763 abdeckt und dort sowohl bereits bekannte als auch unbekannte Namen aufführt: Aron David, Salomon Isak und Juden mit den Namen Hirsch, Wulff und Meyer. Ein städtisches Verzeichnis vom Dezember 1763 belegt, dass in diesem Monat in Ribnitz ein Jude Lehmann, die Schutzjuden Aron David und Nathan, ein Judenschulmeister, ein Drucker Aron und die Juden Salomon, Meyer und Wulff anwesend waren. Insgesamt sollen danach in diesem Jahr in Ribnitz insgesamt 24 Juden Einwohner der Stadt gewesen sein. Eine Namensliste, das von den Juden anlässlich ihres Landtages vom 6. bis 11. September 1767 in Crivitz verfasst worden ist, ist dank Tychsen erhalten geblieben ist. Auch hier werden bereits bekannte Namen erwähnt. Hinzu kommen hier aber zusätzlich die Ehefrauen der Schutzjuden und deren ursprüngliche Herkunftsorte: Bähr oder Berendt Hirsch stammte aus Slopa oder Schloppe (Człopa) in Polen, seine Frau Schöne aus Zehdenick, Schlomo oder Salomon David aus Meseritz (Międzyrzecz), dessen Frau Liebe ebenfalls aus Zehdenick stammte, Nissin oder Nathan Berend und seine Frau Freude aus Strelitz, Jekef oder Jacob Barstorff und seine Frau Rifke ist aus Goldberg, Lemmel oder Salmon oder auch Lehman Wulf aus Frankfurt am Main und seine Frau Nädel ist aus Strelitz, David Meyer aus Bamberg, seine Frau Sarah aus Frankfurt an der Oder und Israel Abraham mit seiner Frau Vogel aus Landsberg an der Warte (Gorzów Wielkopolski). Ein Gutachten Tychsens aus dem Jahre 1812 belegt für 1769 in Ribnitz viele der bereits oben Genannten: Bähr oder Behrendt Hirsch, Nissin oder Nathan Behrend, Jekef (Jakob) Barstorff oder Jakob Wulf, Lemmel oder Salomon oder Lehmann Wulf aus Frankfurt am Main. Dort führte er für Bützow abermals den bereits bekannten und aus Ribnitz stammenden Isaak Levin unter den Namen Isac Levien und Tzick Ribnitz auf, bezeichnet ihn nun aber zusätzlich sogar als Rabbi Itzig.

Ein etwas ungewöhnliches Vorgehen der Landesregierung erfolgte um 1800, als die Ribnitzer Juden im Ort per se eine Erlaubnis zum Kleinverkauf und Produktenhandel erhielten. Die Gründe für dieses unüblich entgegenkommende landesherrliche Gebahren ist unbekannt. Dass in Ribnitz die meisten der ansässigen Juden gezwungenermaßen durch Handel ihren Lebensunterhalt verdienen mussten, belegt unter anderem die Rostocker „Judenkonzession zum Pfingstmarkt 1801“. Darin werden die Ribnitzer Kaufleute Benjamin Wulff, Ascher Wulff, Hirsch Wulff und Simon David genannt. Zu dieser Zeit muss die jüdische Gemeinde von Ribnitz über ausreichende finanzielle Mittel verfügt haben, denn die hiesige Synagoge soll um 1803 erbaut worden sein. Zuvor wurden dazu wie üblich Beträume in einer privaten Wohnung genutzt. Seit mindestens dieser Zeit gehörte die kleine jüdische Gemeinde von Marlow organisatorisch zur Ribnitzer Gemeinde.

Eine weitere Liste vom 28. Juni 1811, die die Schutzjuden von Ribnitz aufführte, die Knechte zu halten befugt waren, bezeugt, dass in der Zwischenzeit sich weitere Juden in Ribnitz angesiedelt haben müssen. Unter den dort aufgeführten Namen sind Hirsch Meyer, der keinen Knecht hatte, ein Itzig David Meyer mit seinem Knecht Joseph Lederer, Hirsch Wolff und dessen Bruder und Knecht Levin Wolff, Benjamin Wolff mit einem Knecht namens Levin Hertz, Siemon David mit Bruder und Knecht Hirsch David, die Witwe Moses Marcus mit den Knechten namens Abraham Moses und Hirsch Moses, Jacob Moses ohne Knecht, ein Moses Gottlieb mit seinem Knecht Moses Wolff und Joseph Siemon (Simon), der keinen Knecht hatte und seinen Schutzbrief zum Hausierhandel erst 1811 bekommen hatte.

Die durch das Emanzipationsedikt vom 22. Februar 1813 geforderte Annahme erblicher Familiennamen bei den Juden erfolgte in Ribnitz erst am 19. Februar 1814, nachdem die Gemeinde durch die Landesregierung am 28. September 1813 angemahnt worden war. Die verspätet gemeldete Liste enthielt die Familiennamen Bendix, Hertzfeld, Mayer, Meyer, Müller, Neumann, Simonis und Wolff. Darunter befand sich auch Hirsch Müller aus Ribnitz, der in den Jahren 1813/14 als Reitender Freiwilliger Jäger an den Napoleonischen Befreiungskriegen teilgenommen hat.

Eine Schutzjudenliste des Jahres 1825 führt für Ribnitz eine stattliche Anzahl von zwölf Inhabern eines Privilegs auf: Moses Bendix, Israel Wolff Cohn, Meyer David, Hertz Samson Hertzfeld, Hirsch David Meyer, Abraham Müller, Hirsch Müller, David Simonis, die Witwe Maria Simonis, Ascher Wolff, Benjamin Wolff und Hirsch Wolff. Die jüdische Bevölkerung wuchs in den Folgejahren zunächst noch weiter. Gegen oder nach 1840 erfolgten Zuzüge unter anderem der Familien Dannenberg, Jacobson und Nickelsburg sowie der später hier bekannten und erfolgreichen Kaufleute Julius Salomon und Hermann Lichenheim. Mitte des 19. Jahrhunderts, genauer im Jahr 1846, erhielt Ribnitz wie im Übrigen auch alle anderen Mecklenburger Städte eine landesherrlich verordnete Israelitische Gemeindeordnung, die sich inhaltlich jedoch kaum von den anderen unterschied.

Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts setzte auch in Ribnitz die allgemeine Abwanderung und Emigration aus den Mecklenburger Landstädten ein. War die jüdische Bevölkerung von Ribnitz noch bis etwa 1863 auf über 100 Juden gewachsen, schwand deren Zahl danach konstant und rapide bis 1925 auf nur noch etwa 16 jüdische Einwohner im Jahr 1925. Gegen Ende dieser Entwicklung waren in Ribnitz dann nur noch Mitglieder der Familien Bendix, Joseph, Lichenheim, Pincus und Salomon ansässig, die hier wohl nur deshalb blieben, weil sie sich über die Jahre mit geachteten Handelsgeschäften etabliert hatten. 1906 starb der letzter Religionslehrer und Vorbeter Dr. Joseph Strauß. Sein Vorgänger war ein Mann namens Schlesinger gewesen. Bis 1906 war der Vorsteher der jüdischen Gemeinde von Ribnitz vermutlich Hermann Lichenheim. Ihm folgte der im Ort geachtete Sanitätsrat Dr. med. Bruno Joseph, der im Übrigen von 1918 bis 1927 auch Stadtverordnetenvorsteher zu Ribnitz war.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten kam es auch in Ribnitz zu den üblichen Repressalien gegen die jüdischen Einwohner. Am 1. April 1933, zum sogenannten „Judenboykott“, kam es zu einer Demonstration gegen die Juden im Ort. 1938 gab es in Ribnitz nur noch drei offizielle und zahlende Gemeindemitglieder. Nach nationalsozialistischer Lesart lebten aber noch vier als jüdisch angesehene Frauen und ein polnischer Jude in Ribnitz. Letzter wurde noch im gleichen Jahr ausgewiesen. Zur „Reichskristallnacht“ am 9./10. November 1938 wurden die Scheiben des Manufakturwarengeschäft Salomon eingeschlagen. Am 10. November kam es abermals zu einer antijüdischen Demonstration, wonach versucht wurde, die Synagoge in Brand zu stecken, was jedoch mangels brennbaren Materials misslang. Statt dessen wurden auch hier die Scheiben eingeschlagen. Zwei der in Ribnitz verbliebenen Frauen mussten ihre Häuser verkaufen und zogen 1941 gezwungenermaßen in ein Wohnhaus einer anderen Jüdin in der Nizzestraße 22, das dann so kurzerhand zum „Judenhaus“ umfunktioniert wurde.

1942 wurden die drei dort wohnenden Frauen deportiert, am 10. Juli 1942 Paula Moses, die in Auschwitz ermordet wurde, und am 11. November 1942 Emmy Lichenheim und Jenny Salomon, die beide in Theresienstadt verstarben. Die letzte Einwohnerin jüdischer Abstammung in Ribnitz war danach Annemarie Thron geb. Joseph. Sie lebte in einer sogenannten „privilegierten Mischehe“ mit dem Arzt Dr. Ludwig Thron und überlebte deshalb. Trotzdem waren sowohl sie als auch ihr Mann Repressalien ausgesetzt. So sollte auch Dr. Thron ein Impfverbot erhalten, nur weil er mit einer Jüdin verheiratet war. Wie durch die Autorin und Ortschronistin Eleonore Rösel durchgeführte Befragungen älterer Ribnitzer Bürger ergaben, soll Frau Thron das Schlimmste nur deshalb erspart geblieben sein, weil ihr Mann als Militärarzt im Ersten Weltkrieg Adolf Hitler im Lazarett behandelt haben soll. Als die Judenverfolgung begann, soll dieser sich an Hitler persönlich gewandt haben, was Frau Thron wohl einen gewissen Schutz verschafft hat. Annemarie Thron wohnte bis Ende 1965 in Ribnitz, zog danach jedoch weg. Als sie 1989 verstarb, wurde sie in Ribnitz beigesetzt.

Die Überlieferung eines Großteils der jüdischen Geschichte von Ribnitz ist dem Regionalhistoriker Dr. Paul Kühl zu verdanken, der schon 1933 in der Chronik der Stadt Ribnitz das Kapitel 30 den Ribnitzer Juden und ihrer Einbürgerung widmete. Für seine Leistung spricht vor allem, dass er gerade in dieser widrigen Zeit die jüdische Geschichte von Ribnitz nicht aussparte. Es blieb jedoch nicht ohne Folgen: Nur kurze Zeit nach Publikation der Chronik wurde auf Verfügung des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda das Kapitel 30 aus der Buch getilgt. Nach der Wiedervereinigung publizierte auch Eleonore Rösel zu den ehemaligen jüdischen Einwohnern der Stadt.

Damgarten

Zur jüdischen Geschichte Damgartens ist weitaus weniger überliefert. Im Juli 1824 wird ein Ascher Heymann erwähnt, der aus Damgarten nach Barth umziehen wollte, da bereits vier christliche und drei jüdische Händler in Damgarten lebten und ihm damit der Konkurrenzdruck zu hoch war. 1828 sollen hier sechs jüdische Familien ansässig gewesen sein. Die Annahme der Familiennamen erfolgte hier im Gegensatz zu Ribnitz offiziell erst auf Basis der preußischen Kabinettsorder vom 30. Oktober 1845. Danach wurden hier die Familiennamen Heymann/Heimann, Liefmann, Müller und Samuel angenommen. Offensichtlich hatten sich die Damgartener Juden aber schon 1813 der Mecklenburger Praxis angeschlossen und sich bereits dauerhafte Familiennamen erwählt. Henry Josephy, Sohn des Isaac Josephy aus Parchim, wurde 1884 Besitzer der Glashüttenfabrik in Damgarten. Es soll letztlich nie mehr als 25 Juden in Damgarten ansässig gewesen sein. Spätestens 1935 gab es hier keine jüdischen Einwohner mehr.

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(Gramenz, Jürgen / Ulmer, Sylvia - 28.03.2016)
Quellen:

  • Diekmann, Irene: Wegweiser durch das jüdische Mecklenburg-Vorpommern, Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 1998
  • Francke, Norbert / Krieger, Bärbel: Die Familiennamen der Juden in Mecklenburg: Mehr als 2000 jüdische Familien aus 53 Orten der Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz im 18. und 19. Jahrhundert. Schriften des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur in Mecklenburg und Vorpommern e. V., Verein für jüdische Geschichte und Kultur in Mecklenburg und Vorpommern e.V., Schwerin 2001
  • Kasten, Bernd: Verfolgung und Deportation der Juden in Mecklenburg 1938-1945, Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern, Thomas Helms Verlag, Schwerin 2008
  • Keyser, Erich (Hrsg.): Deutsches Städtebuch, Nordostdeutschland, 1939 (Brandenburg und Berlin, Mecklenburg, Ostpreußen und Danzig, Pommern, Schleswig-Holstein und Hamburg, Schlesien)
  • Kühl, Paul: Die Juden und ihre Einbürgerung in Ribnitz, Kapitel 30 der Geschichte der Stadt und des Klosters Ribnitz, BS-Verlag, Rostock 2004
  • Landeshauptarchiv Schwerin: Rep. 2.12-4/5, Nr. 241, 632 (Judenangelegenheiten)
  • Tychsen, Oluf Gerhard: Bützowische Nebenstunden, verschiedenen zur Morgenländischen Gelehrsamkeit gehörigen mehrentheils ungedruckten Sachen gewidmet, Theil 1-6, Müller, Bützow und Rostock 1766-1769

Jüdische Bevölkerungsentwicklung in Ribnitz-Damgarten


Jüdische Bevölkerungsentwicklung in Ribnitz-Damgarten

Familien mit Bezug zu Ribnitz-Damgarten


Ascher, Bach, Behrend, Bendix, Bernhard, Bruehl, Cohn, Dannenberg, David, Dessau, Friedländer, Glück, Goldberg, Gradewitz, Grieche, Grünfeld, Götz, Herzfeld, Heymann, Heymann, Hirsch, Israel, Jacobson, Jaffe, Joseph, Josephy, Kootz, Lehmann, Levy, Lichenheim/Lychenheim, Liefmann, Lissenheim, Mayer, Meyer, Moses, Müller, Neumann, Nickelsburg, Pincus, Sabatzky, Salomon, Samuel, Schlesinger, Simonis, Steinhagen, Strauss/Strauß, Thron, Tobias, Vanderbilt, Wolff/Wulff

Persönlichkeiten


Bekannte Holocaust-Opfer (13)


  • Johanna Herzfeld
  • Rosa Lewin geb. Müller
  • Emmy Lichenheim geb. Lychenheim
  • Grete Marcus geb. Mayer
  • Anna Mayer
  • Paula Moses geb. Zadek
  • Hella Müller geb. Jacobson
  • Alfred Müller
  • Emil (Isaac) Müller
  • Alfred Salomon
  • Jenny Salomon geb. Rosenberg
  • Ernst Strauß
  • Pauline Tobias geb. Neumann

Stolpersteine: 3


  • Lange Straße 80
    • Emmy Lichenheim geb. Lychenheim
  • Nizzestraße 22
    • Paula Moses geb. Zadek
    • Jenny Salomon geb. Rosenberg

Veröffentlichungen zu den Juden von Ribnitz-Damgarten


Publikationen


  • Mercantilisches Addreßbuch der Großherzogthümer Meckl.-Schwerin u. -Strelitz, worin: die Addressen der Magistratspersonen der Städte, der weltlich obrigkeitlichen Beamten der Flecken, der Accise- und Postbeamten, fremden Consuls, Advocaten, Apotheker, Kaufleute, Fabrikanten, Manufacteurs, Buchhändler, Gasthofinhaber und anderer dazu qualificirende Handels- oder industrielle Geschäfte treibende Leute in den Großherzopthümern, wie auch: bei jedem entsprechenden Orte Angabe seiner Wolkszahl, Meilenzeiger, Notizen über Schiffs-, Fuhrgelegenheiten etc.
  • Adreßbücher über und für den Gewerbe- und Handelsstand der Großherzogthümer Mecklenburg-Schwerin und Strelitz
  • Arlt, Klaus / Beyer, Constantin / Ehlers, Ingrid / Etzold, Alfred / Fahning, Kerstin Antje: Zeugnisse jüdischer Kultur. Erinnerungsstätten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen
  • Borchert, Jürgen / Klose, Detlef: Was blieb... Jüdische Spuren in Mecklenburg
  • Buddrus, Michael / Fritzlar, Sigrid: Die Städte Mecklenburgs im Dritten Reich: ein Handbuch zur Stadtentwicklung im Nationalsozialismus, ergänzt durch ein biographisches Lexikon der Bürgermeister, Stadträte und Ratsherren
  • Diekmann, Irene: Wegweiser durch das jüdische Mecklenburg-Vorpommern
  • Kasten, Bernd: Verfolgung und Deportation der Juden in Mecklenburg 1938-1945
  • Kühl, Paul: Die Juden und ihre Einbürgerung in Ribnitz, Kapitel 30 der Geschichte der Stadt und des Klosters Ribnitz
  • Rösel, Eleonore: Jüdisches Leben in Ribnitz und Umgebung, Kleine Schriftenreihe Regionalgeschichte, Heft 3
  • Attula, Axel: Zur Synagoge der Stadt Ribnitz und dem Verbleib ihres Inventars
    In: Sternkiker, Edwin / Berg, Jan / Attula, Axel (Hrsg.): 775 Jahre Ribnitz – 750 Jahre Damgarten, Beiträge zur neueren Stadtgeschichte, Stadt Ribnitz-Damgarten, Ribnitz-Damgarten 2008, S. 367-370
  • Fehrs, Jörg H.: „... fanden in unserem tristenreichen Pommern vortreffliche Äcker.“: Zur Situation jüdischer Lehrer und Schüler in Pommern während des 19. Jahrhunderts
    In: Heitmann, Margret / Schoeps, Julius H. (Hrsg.): „Halte fern dem ganzen Lande jedes Verderben ...“: Geschichte und Kultur der Juden in Pommern, Hildesheim/Zürich/New York 1995, S. 315-341
  • Frankiewicz, Bogdan / Wilhelmus, Wolfgang: Selbstachtung wahren und Solidarität üben: Pommerns Juden während des Nationalsozialismus
    In: Heitmann, Margret / Schoeps, Julius H. (Hrsg.): „Halte fern dem ganzen Lande jedes Verderben ...“: Geschichte und Kultur der Juden in Pommern, Hildesheim/Zürich/New York 1995, S. 453-471
  • Genz, Peter: 170 Jahre jüdische Gemeinde in Stralsund: Ein Überblick
    In: Heitmann, Margret / Schoeps, Julius H. (Hrsg.): „Halte fern dem ganzen Lande jedes Verderben ...“: Geschichte und Kultur der Juden in Pommern, Hildesheim/Zürich/New York 1995, S. 119-144
  • Rösel, Eleonore: Ribnitz-Damgarten
    In: Diekmann, Irene: Wegweiser durch das jüdische Mecklenburg-Vorpommern, Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 1998, S. 181-194
  • Vensky, Erla: Juden im Kreis Demmin
    In: Heitmann, Margret / Schoeps, Julius H. (Hrsg.): „Halte fern dem ganzen Lande jedes Verderben ...“: Geschichte und Kultur der Juden in Pommern, Hildesheim/Zürich/New York 1995, S. 193-207
  • Voß, Gerhard: Jüdische Friedhöfe in Mecklenburg – eine Bestandsaufnahme
    In: Studienhefte zur Mecklenburgischen Kirchengeschichte, Heft 1 (1993), S. 5-15
  • Wilhelmus, Wolfgang: Aus der Geschichte der Juden in Vorpommern
    In: Diekmann, Irene: Wegweiser durch das jüdische Mecklenburg-Vorpommern, Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 1998, S. 23-36
  • Wilhelmus, Wolfgang: Juden in Vorpommern im 19. Jahrhundert
    In: Heitmann, Margret / Schoeps, Julius H. (Hrsg.): „Halte fern dem ganzen Lande jedes Verderben ...“: Geschichte und Kultur der Juden in Pommern, Hildesheim/Zürich/New York 1995, S. 99-115

Dokumente mit Bezug zu den Juden von Ribnitz-Damgarten


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Beschreibung Zeitpunkt/Zeitraum Typ
Auszug aller privilegirten Juden und was selbige Laut der, mittelst Herzoglich Verordnung vom 20. Septbr. 1760 Communicirten Specification An Schutz-Geld Zur Herzoglich. Renterey von Anno 1749 bis zum Termino Trinitatis 1760 bezahlet haben, und darauf nach infinuation gedachter Specification, nemlich den 1ten Octobr. 1760 Restiren. 1749-1760 Transkript
Berichte der örtlichen Steuerstuben zu Knechten der ansässigen Schutzjuden auf Anforderung der Steuer-Policey- und städtischen Cämmerey-Commißion zu Güstrow vom 18. Juni 1811 1811 Zusammenfassung
General-Verzeichniß der in den Städten des Großherzogthums Mecklenburg Schwerin privilegirten sämmtlichen Schutz-Juden 3. Januar 1825 Transkript